Drittmittelprojekt

Kollektives Beschäftigtenhandeln in der Altenpflege


Details zum Projekt
Projektlaufzeit: 10/201306/2017


Zusammenfassung



Die Lebensqualität in einer alternden Gesellschaft wie der deutschen
wird sich daran erweisen, wie gut es gelingt, die Versorgung pflegebedürftiger
MitbürgerInnen sicherzustellen. Die gute Pflege älterer Menschen ist damit ein
wichtiges Qualitätsmerkmal eines modernen Wohlfahrtsstaates. In Deutschland ist
die Entwicklung eines Pflegesektors, der diesen Ansprüchen genügt, noch nicht
abgeschlossen. Noch immer bestehen vielfältige Defizite, insbesondere in Bezug
auf die soziale und interessenspolitische Lage der Beschäftigten. Es gibt
mittlerweile in Deutschland eine Fülle hochwertiger Publikationen, die die
Situation der Beschäftigten in der Pflegebranche in den Blick nehmen. Ein
Desiderat besteht jedoch hinsichtlich der Verbindung der Arbeits- und
Lebensbedingungen der Pflegenden mit ihrer interessenspolitischen Vertretung.



Diese Studie legt erstmals eine umfassendere und
systematische empirische Analyse vor, die sich mit den Interessen der
Beschäftigten in der Pflege und möglichen Formen kollektiven Handelns befasst.
Zum einen soll geklärt werden, welche Voraussetzungen, Potenziale und
Hindernisse für kollektives Handeln auf der individuellen Ebene der
Beschäftigten in der Altenpflege bestehen. Zum anderen soll neben den sozialen
Lagen der Beschäftigten und zugleich darauf aufbauend untersucht werden, wie
diese Potenziale der AltenpflegerInnen die Handlungsoptionen der kollektiven
Akteure, die im Pflegebereich tätig sind, beeinflussen.



Die empirische Basis bildet ein Methodenmix aus einer
quantitativen Befragung von 749 Pflegekräften sowie qualitative Interviews mit
einer Vielzahl engagierter InteressenvertreterInnen, die sich für die
Organisation der Pflegenden einsetzen.



Forschungsfelder


Zuletzt aktualisiert 2020-11-11 um 12:03