Project without external funding

Progress in Higher Education Reform Across Europe: The Bologna Process


Project Details
Project duration: 20082010


Abstract
Die europäisch vergleichende Studie des deutsch-niederländisch-britischen Projektkonsortiums bestehend aus den Forschungseinrichtungen CHEPS (Universität Twente; NL) und INCHER-Kassel (Universität Kassel) sowie der Beratungsfirma ECOTECH (UK) wird den Fortschritt des Bologna-Prozesses in 46 europäischen Ländern untersuchen. Die Europäische Kommission hatte das Projekt mit dem Ziel ausgeschrieben, rechtzeitig vor Abschluss der derzeitigen Reformphase im Jahr 2010 zu erfahren, wie die Umsetzung der Reformziele des Bologna-Prozesses in den Signatarstaaten gestaltet wird. Dabei soll es zum einen um eine tiefergehende Analyse der Aspekte "Einführung der dreistufigen Studienstruktur", "Mobilität", "Beschäftigungsfähigkeit", "Zusammenarbeit in der Qualitätssicherung" und "Berücksichtigung der sozialen Dimension" gehen, zum anderen um die Beantwortung der Frage inwieweit die diesbezüglichen Entwicklungen zum übergeordneten strategischen Ziel des Bologna-Prozesses beitragen, d.h. zur Schaffung eines gemeinsamen Europäischen Hochschulraums und zur Stärkung der europäischen Hochschulsysteme im weltweiten Wettbewerb.

Forschungsfragen
Die Ergebnisse der Untersuchung sollen dazu beitragen:
- einzuschätzen, inwieweit die operationalen Ziele der Bologna-Deklaration und der folgenden Verlautbarungen besonders in den genannten Bereichen erreicht wurden;
- zu evaluieren, in welchem Maß die operationalen Ziele zum Erreichen der strategischen Ziele des Bologna-Prozesses beitragen.

Zunächst wird im Rahmen der Studie ein Überblick über den Stand der Einführung der der gestuften Studienstruktur (einschließlich Verwendung von ECTS und Anerkennung sowie die Frage der Beschäftigungsfähigkeit), der Qualitätsmanagementsysteme und deren Kompatibilität mit dem europäischen Qualitätsregister, der Mobilität von Studierenden und Lehrenden sowie die Flexibilisierung der Curricula zur Berücksichtigung der sozialen Dimension im europäischen Hochschulraum in allen 46 Bologna-Signatarstaaten auf der Basis vorhandener Untersuchungen und statistischer Daten gegeben und mit eigenen Forschungsergebnissen ergänzt. Daraus werden 46 Übersichten zur Systemperformanz erstellt. Anschließend werden als zentrale Elemente des Forschungsprojektes 12 Länderfallstudien durchgeführt, in deren Rahmen auch Interviews mit Vertretern verschiedener Interessengruppen vorgesehen sind. Die Fallstudien werden nach dem Kriterium ihrer Nutzbarkeit als Beispiele guter Praxis für einzelne Dimensionen des Bologna-Reformprozesses ausgewählt.
Als Projektergebnis wird eine Einschätzung der Wirkungen der Bologna-Reformen erwartet, die sich auf die Analyse der Aktionen des Bologna-Prozesses, seines Managements und seiner Dynamiken stützt.

Last updated on 2017-11-07 at 14:11